Die Rhön ist ein ganz besonderes Apfel-Land. Es gibt wohl kaum eine Apfel-Anbaugebiet, das mit solch einer Vielfalt aufwarten kann. Über 400 verschiedene Apfelsorten haben Pomologen hier schon gefunden - viele von ihnen sind bis heute unbekannt geblieben. Ein Pomologe ist ein Apfelforscher. Also jemand, der Äpfel und ihre Namen richtig zuordnen kann.
Es sind vor allem die alten Apfelsorten, die wir für den ApfelSherry brauchen. Natürlich kommen diese alle von sogenannten Streuobstwiesen. Das ist übrigens die natürlichste und älteste Art des Apfel-Anbaus. Und leider auch die mühsamste. Denn die großkronigen Baumriesen wollen gepflegt und beerntet werden.
Hier einige meiner Lieblings-Apfelsorten:
Boikenapfel - ist selten geworden aber sein Zitronenduft betörend.
Boskoop - häufig anzutreffen, der leichte Marzipanton überreifer Früchte hat es mir angetan.
Rheinischer Bohnapfel - der Klassiker, ohne ihn und seine Gerbstoffe (nennt man auch Phenole und sind sehr gesund) geht nichts.
Winterrambour - den habe ich erst kürzlich für meinen Sherry entdeckt.
Lohrer Rambour - ein großer Apfel mit starker Säure. Ramboure wollen unbedingt zu ApfelSherry werden...
Rote Sternrenette - die feine, auf der Zungenspitze wahrnehmbare Säure macht sie so einzigartig.
Roter Eiserapfel - die Rhöner erzählen, das diese alte Apfelsorte so hart ist, das man Scheunentore damit einwerfen kann. Hält sich bis Juni - im ApfelSherry allerdings noch länger.
Roter Trierer Weinapfel - noch ein „Roter", der allerdings sehr klein daherkommt. Seine Gerbstoffe machen ihn so wichtig...